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Jávea im Wandel der Zeiten Drucken E-Mail
Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen mit Dénia

 Erste Spuren menschlicher Zivilisationen im Umkreis von Jávea wurden bei Ausgrabungen in der Höhle von Montgó entdeckt. Sie stammen aus der Jungsteinzeit, rund 16.000 Jahre vor unserer Zeit. Einige Geschichtsforscher vertreten die Auffassung, dass die Griechen hier eine Ansiedlung mit dem Namen Hemeroskopeion hatten. Dies ist allerdings nicht exakt wissenschaftlich nachgewiesen.


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Einer der wichtigsten archäologischen Funde rund um Jávea stammt aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Es handelt sich um den "Tesoro Ibérico de Jávea" (Iberische Schatz von Jávea), eine Sammlung aus prächtigen Gold- und Silberstücken. Das Keramikgefäß, in dem der Schatz deponiert war, wurde im Jahr 1904 zufällig bei Feldarbeiten im Gebiet La Lluca entdeckt, dort, wo sich heute der Golfplatz befindet.

 In der Gegend um La Pla und Les Valls fand man Ansiedlungen aus der Römerzeit. Weitere Fundstätten aus dieser Epoche liegen in der Nähe des Meeres: Duanes del Mar, Punta de L´Arenal und auf der Insel Portitxol. Vor allem die archäologischen Funde auf der Insel, wie Keramiken, Glasbehälter, Münzen, usw., gegen einen Einblick über die Bedeutung der Pökelindustrie in dieser Zeit. Dazu gehören unter anderen große in den Felsen geschlagene Depot-Fischteiche, die durch zwei Kanäle mit dem Meer verbunden waren, sowie weitere drei viereckige, mit undurchlässigem Mörtel verkleidete Lagerstätten, in denen die Fische und ihre Eingeweide in reichlich Salz aufbewahrt wurden. Auf diese Weise erzeugte man eine durch die Sonne katalysierte Gärung und gewann als Ergebnis die damals sehr begehrte Fischsauce GARUM. In Amphoren abgefüllt wurde das Produkt im gesamten Römischen Reich verteilt. Eine weitere bedeutende romanische Ausgrabungsstätte befindet sich in der Nähe des Punta de l´Arenal. Hier wurde der Necrópolis del Muntanyar entdeckt, über 900 Grabstätten in den Felsen.

Zeugnis aus der islamischen Epoche geben Reste einer Grabinschrift aus dem 11. Jahrhundert, die bei Cap Martí ausgegraben wurde. Die moslemischen Schriftsteller Idris (12. Jahrhundert) und Yaqut (13. Jahrhundert) zitieren in ihren Schriften die Fruchtbarkeit der Böden um den Berg "Qa un" (der heutige Montgó), wo "Wein, Feigen- und Mandelbäume wachsen". Zahlreiche archäologische Funde bei der Cova del Montgó, der Cova Tallada, La Vall, Punta de l´Arenal, Capsades, Rebaldí, Atzúvia, lluca, Rodat und anderen zeugen von der hohen Zivilisation und Kultur während dieser Zeit, die mit der Rückeroberung von Dénia durch die Christen im Mai 1244 ein abruptes Ende nahm. Der erste dokumentarische Hinweis auf Jávea datiert aus dem Jahr 1258.

 Anfang des 14. Jahrhunderts wurden auf Befehl des Königs Jaume II Befestigungsanlagen gebaut, um sich gegen die "Razzien" der Bewohner Granadas (1304-1308), die von der mudejarischen Bevölkerung des Königreiches unterstützt wurden, und die Beutezüge der nordafrikanischen Korsaren zu schützen, die in regelmäßigen Abständen die Küsten überfielen. Der ursprüngliche Ortskern (Vila) wurde mit einer lehmverschalten Mauer umgeben und mit Ecktürmen versehen. Einer dieser Ecktürme, En Cairat, ist heute noch erhalten. Jávea gehörte nun offiziell dem Königreich Valencia an und war der Grafschaft Dénia unterworfen. Zwischen den beiden Städten Dénia und Jávea kam häufig zu Streitereien um die Vorherrschaft. Im Jahr 1397 wurde Jávea der Titel "Vila" (Kleinstadt) verliehen, sie blieb aber noch immer Bestandteil der Grafschaft Dénia. Nach der Austreibung der Mauren durch König Philipp III im Jahre 1609 wurde die Bevölkerung im Inneren der Gemeinde stark reduziert. Die ersten christlichen Ansiedler stammten aus Katalonien und Aragonien. Im Jahr 1612 verlieh König Philip III Jávea endgültig die Stadtrechte.

Die Rangeleien zwischen Dénia und Jávea blieben über die Jahrhunderte erhalten. Auch als im Jahr 1714 der Erbfolgekrieg zwischen der Dynastie der Habsburger und der Bourbonen ausbrach, waren die beiden Städte zerstritten. Während Dénia sich auf die Seite des Erzherzogs Karl von Österreich stellte, unterstützte Jávea den Bourbonenkönig  Philip V. Im Nachhinein gesehen war dies die richtige Entscheidung für die Stadt.

 Nach der Niederlage von Almansa im Jahr 1709 erließ Philipp V. das "Decreto de Nueva Planta", mit dem die valenzianischen Rechte aufgehoben wurden. Im Gegensatz zu den anderen Orten der Umgebung, die auf Seiten der Österreicher gekämpft hatten, erhielt Jávea zur Belohnung umfangreiche Privilegien, die der Stadt demografische und wirtschaftliche Impulse gaben. Dazu gehörte unter anderen auch die Berechtigung zum Export von Waren und Früchten. Wegen dieser Umstände und aufgrund seiner geschützten Lage wurde der Hafen in kurzer Zeit zum wichtigsten Bestandteil der wirtschaftlichen Entwicklung. Vor allem der Weizen, der teilweise selbst angebaut, aber auch von Sizilien angeliefert wurde, förderte die Windmüllerei. Noch heute kann man auf die Anhöhen über Jávea die antiken Windmühlen bewundern.

Auch während des Franzosenkrieges (1810 - 1812) kämpften Dénia und Jávea an unterschiedlichen Fronten. Dénia unterstützte Napoleon und Jávea Fernando VII und die spanischen Guerillakämpfer.

 Anfang des 19. Jahrhunderts genoss Jávea die Vorzüge aus dem blühenden Rosinenhandel. Während dieser Zeit entstanden große Herrenhäuser und auf dem Land die typischen "RIU RAU". Dabei handelt sich um einen vor dem Haus angebrachten Gang, der an seiner Längsseite aneinander gereihte Bögen aufweist. Dieser wurde früher zum Trocknen der Rosinen genutzt. Im Jahr 1878 erhielt Jávea dann eine Zollstation, eine Marinekommandantur und ein Quartier der Guardia Civil. Zu dieser Zeit zählte die Stadt rund 6.500 Einwohner, von denen die meisten von der Landwirtschaft, dem Rosinenhandel, der Seefahrt und dem Fischfang lebten.

Der Tourismus, der Anfang der 60iger Jahre die Iberische Halbinsel eroberte, brachte dem Küstenort Jávea wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand. Nicht nur zahlreiche Urlauber verbringen hier Jahr für Jahre ihre Ferien, vor allem Senioren aus nordeuropäischen Ländern haben ihren Alterwohnsitz in die beschauliche Stadt am Mittelmeer verlegt.

 

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